Jusos aktiv gegen rechtsradikale Propaganda in der Südstadt

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Dass rechtsextreme Aktivitäten nicht nur in Ostdeutschland zu finden sind, zeigen gerade die letzten Monate. Besonders bedenklich ist die Neonazigruppe „Besseres Hannover“. Diese Gruppe trägt offen ihre faschistische und nationalistische Gesinnung zur Schau. Auch in der Südstadt ist die Präsenz der Gruppe zu beobachten.

So finden sich besonders in der Gegend des Altenbekener Damm sehr viele Aufkleber dieser Gruppierung. Der Versuch, die Aufkleber mit „Anti-Nazi-Aufklebern“ zu überdecken scheiterte, nach einer halben Stunde waren die diese zum großen Teil wieder entfernt worden. Wo Neonazis vor Jahren noch mit Springerstiefeln und Baseballschlägern unterwegs waren, versuchen sie jetzt eine alternative zur „linken Jugendszene“ zu bieten. Damit üben sie eine ganz neue Anziehungskraft auf Jugendliche und junge Erwachsene aus. So verteilten Neonazis beispielsweise in den vergangenen Wochen eine rechtsextreme „Schülerzeitung“.

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Allein in Hannover wurden letztes Jahr wieder mehr als 100 rechtsmotivierte Gewalttaten registriert und die Zahl rechter Gewalttaten steigt weiter. Am Neujahrsmorgen wurde ein Jugendlicher von acht Neonazis in der U-Bahn Station Kröpcke brutal zusammengeschlagen. Anfang 2010 wurde als Reaktion auf diesen Neonazi-Überfall das Hannoversche Bündnis gegen Rechts gegründet. In diesem Bündnis arbeiten u.a. die Jusos, Solid, SDAJ, Brigade Nord, Grüne Jugend, Die Linke, die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes und die DGB-Jugend mit. Das Bündnis hat im März eine Demonstration „Den Opfern rechter Gewalt eine Stimme geben“ organisiert. Tags zuvor wurde in Kleefeld eine Mahnwache zum gleichen Thema veranstaltet, die von ca. 30 Neonazis der Gruppe „Besseres Hannover“ angegriffen wurde.

Allein die Vorfälle in diesem Jahr zeigen wie wichtig es ist den Rechtsradikalen entgegenzutreten. Wir Demokraten dürfen uns nicht vor den Faschisten verstecken und all das als ostdeutsches Phänomen abtun, mit dem wir nichts zu tun haben. Es gibt viele Möglichkeiten sich bei der Arbeit gegen Rechtsradikalismus zu beteiligen, sei es in Parteien, Bürgerverbänden oder einfach durch die Teilnahme bei Demonstrationen gegen Neonazis.

Jeder kann etwas tun, jeder sollte etwas tun!