SPD, Fußball und ein (Ober)Bürgermeistertreffen

Foto: SPD-Ortsverein Südstadt-Bult
 

Martin Fischer war als SPD-Fraktionsvorsitzender in Fürth auch Landratskandidat. Gegenkandidatin Gabriele Pauli. Das war in den 1990er Jahren. Sein letztes Spiel in der 2. Fußball-Bundesligamannschaft für die Spielvereinigung Greuther Fürth machte er am 30. Mai 1981. Greuther Fürth, da war doch was? Genau: im DFB-Pokal ärgerten die Franken sogar den großen FC Bayern.

 

Nach Hannover verschlug es den gebürtigen Franken Anfang des neuen Jahrtausends. Aber die Kontakte in die alte Heimat, zu den Freunden, zur Spielvereinigung und zur SPD sind nie abgebrochen.

Als 96 und Fürth in der 1. Bundesliga spielten, gab es wie selbstverständlich  gegenseitige Spiel-Besuche. Mit dabei war auch Michael Rabe, lange Zeit Vorsitzender des Fußball-Kreisverbandes Hannover und – wie Fischer - auch SPD-Mitglied im Ortsverein Südstadt-Bult.

Foto: SPD-Ortsverein Südstadt-Bult

Fußballtechnisch trifft man sich nun in der 2. Bundesliga wieder: 2. Spieltag, Heimspiel für 96 gegen die Spielvereinigung. Fest im Terminplan verabredet ist ein Fan-Treffen um 11:00 in der Klickmühle auf Einladung des Fan Clubs Rote Reihe zum zweiten Frühstück. Fröhliche Stimmung. Auf Seiten der Kleeblätter ist auch Oberfan Klaus Kriesch, seit 10 Jahren hat er kein Auswärtsspiel der Grün-Weißen verpasst. Und selbst bei einer Niederlage in Hannover bleiben die Fürther in der Tabelle vor dem Lokalrivalen Nürnberg. Das zählt! Die Nürnberger hatten am Tag zuvor gepatzt.

Und dann hatte sich hoher politischer Besuch angesagt. Hannovers Bürgermeister und Ratsvorsitzender Thomas Hermann – auch SPD Südstadt-Bult - begrüßte Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung (SPD) und seine Frau am Rathaus, von dort ging’s direkt zur Klickmühle. Amtskollege Stefan Schostok (SPD) traf dort kurze Zeit später ein. Dank der perfekten Vorbereitung von Martin Fischer und Rote Reihe-Mitglied Michael Rabe. Jung sprach davon, dass man den „bunten Hund“ von Fürth nur ungern hatte nach Hannover ziehen lassen.

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Nach dem Spiel traf man sich bei herrlichem Sommerwetter auf dem Maschseefest wieder, die Hannoveraner glücklich über das etwas glückliche 3:1, die Fürther samt OB nicht unzufrieden, dem Aufstiegsaspiranten beinahe ein Bein gestellt zu haben. Spielanalysen und Privates machten die Runde. Und am ersten Februarwochenende 2017 wurde sich abschließend fest verabredet zum Rückspiel in Fürth bei der Spielvereinigung. Vorher könnte es im Oktober schon beim Auswärtspiel der Kleeblätter in Braunschweig ein Wiedersehen geben. Groß Rätseln, welchem Team dann gemeinsam die Daumen gedrückt werden, braucht man da wohl kaum. So schön kann Fußball sein…

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