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Von der Seilerstraße führt in südlicher Richtung die Hartmannstraße bis zur Krausenstraße. Sie wurde 1898 als Verlängerung der Seestraße angelegt und 1903 nach dem letzten Generaldirektor der „Königlich Hannoverschen Eisenbahnen und Telegraphen“, Friedrich Georg Hartmann, benannt.

Friedrich Georg Hartmann

Obwohl er in der Mitte des 19. Jahrhunderts der wichtigste Mann des Mobilitätswesens im Königreich Hannover ist, gibt es nur wenige Informationen über Friedrich Georg Hartmann. Geboren wird er am 18. März 1802 in Hannover, wo er wahrscheinlich auch die Schule besucht. Hartmann studiert Rechtswissenschaften und wird zum Dr.jur. promoviert. Nach dem Studium tritt der Verwaltungsjurist in den Staatsdienst ein und wird „Hofsekretär“. 1841 wird Friedrich Georg Hartmann Mitglied der Königlich Hannoverschen Eisenbahnkommission, aus der zwei Jahre später die Königliche Eisenbahndirektion hervorgeht. Hartmann ist einer von drei gleichberechtigten Direktoren. 1851 übernimmt Friedrich Georg Hartmann die Vorstandsarbeit alleinverantwortlich als Generaldirektor der Eisenbahn. Ein Jahr später wird ihm auch die Zuständigkeit für das gesamte Telegrafenwesen im Königreich Hannover übertragen. Als Mitglied des Königlich Hannoverschen Staatsrates arbeitet Hartmann in der Abteilung für Inneres. Für die Stadt Leer wird Friedrich Georg Hartmann in die zweite Kammer der Ständeversammlung des Königreiches Hannover gewählt. Als das Königreich Hannover 1866 nach dem „Deutschen Krieg“ an Preußen fällt, wird Hartmann aus dem Dienst entlassen. Immerhin würdigt Preußen Friedrich Georg Hartmann mit der Verleihung des „Roten Adlerordens“ und aus Rumänien erhält er den „St. Annen-Orden“. So geehrt stirbt Friedrich Georg Hartmann am 20. April1876, wobei unklar ist, ob er in Hannover oder in Hildesheim stirbt.


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