Manchmal zeigt sich an einem einzigen Tag, was einen Stadtteil zusammenhält.
Heute war so ein Tag in der Südstadt.
Den Anfang machte die „Offene Pforte“ beim Kleingartenverein Tiefenriede. Schon beim Betreten der Anlage wurde deutlich, worum es hier eigentlich geht: nicht nur um Beete, Blumen und Gemüse, sondern um Menschen, die ihren Stadtteil gemeinsam gestalten.
Der Gottesdienst der Baptistengemeinde setzte dafür ein schönes Zeichen. Aus vielen einzelnen Papierstücken entstand eine lange bunte Schlange – gebastelt von vielen Händen und doch ein gemeinsames Ganzes. Ein passendes Symbol für den Zusammenhalt in unserem Quartier.
Dazu gab es alles, was einen guten Sommertag ausmacht: Bratwurst, eine beeindruckende Auswahl selbstgemachter Salate und am Stand der Flüchtlingsunterkunft duftende Falafel. Zwischen perfekt gepflegten Gärten, blühenden Beeten und schattigen Wegen ergaben sich die Gespräche fast von selbst. Über neue Anbaumöglichkeiten, die Freude an kleinen Miniteichen oder die Herausforderung durch jene Krähen, die offenbar großen Gefallen daran finden, frisch gesetzte Jungpflanzen wieder auszureißen. Auch ein Thema, wo wir politisch unterstützen müssen.
Später ging es weiter in die Nazarethkirche zur Verabschiedung von Pastor Dieter Henkel-Niebuhr. Ein bewegender Gottesdienst, musikalisch getragen von der Bachkantate "O ewiges Feuer, o Ursprung der Liebe" und dem Schlusschor „Friede über Israel“ – einem jahrhundertealten Wunsch nach Frieden, der in unserer Zeit aktueller wirkt denn je.
Beim anschließenden Empfang im Gemeindehaus der Nazarethkirche mit Sekt, Brötchen und Streuselkuchen wurde deutlich, was diesen Tag verbunden hat: Gemeinschaft. Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und mit ganz verschiedenen Lebensgeschichten.
Genau das macht die Südstadt aus. Nicht die Gebäude, nicht die Straßen. Sondern die Menschen dazwischen und die vielen ehrenamtlich helfenden Hände. Beeindruckend.
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