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Die Wredestraße verbindet in ost-westlicher Richtung die Straßen „An der Weide“ und die Tiestestraße. Benannt ist sie seit 1952 nach dem Rittmeister und Kunstsammler Konrad Wrede. Die Straße ist 1930 angelegt worden in Verlängerung des Teils der Böhmerstraße, der von 1924 bis 1994 „Am Karl-Peters-Platz“ hieß.

Grabstätte Konrad Wrede Foto: lopo
Grabstätte Konrad Wrede
Grabstätte Konrad Wrede Foto: lopo
Grabstätte Konrad Wrede

Konrad Wrede

Gemessen an der Größe der Grabstätte auf dem Engesohder Friedhof, die gesellschaftliche Bedeutung suggeriert, ist wenig bekannt über Konrad Wrede. Geboren wird er am 30. August 1865 in Peine. Nach dem Schulbesuch tritt Konrad Wrede in den Militärdienst ein, die er als „Königlich Württembergischer Rittmeister“ beendet, was heute dem Rang eines Hauptmanns entspricht. Schon während seiner militärischen Dienstzeit ist es ihm möglich, die Welt zu bereisen, womöglich aufgrund der finanziellen Verhältnisse seiner Familie. Wrede verbringt, wie er es 40 Jahre später niederschreibt, „Sonnige Tage in San Diego“, unternimmt „Streifzüge durch Ceylons Wunderwelt“ und erlebt am 29. September 1893 eine „Phantastische Nacht“. Diese verbringt er im Puff in Tokio.

Nach seiner Verabschiedung aus dem Militärdienst zieht Konrad Wrede nach Hannover und privatisiert als Kunstsammler und Mäzen hannoverscher Künstler wie August Heitmüller. Seinen Sammlungsschwerpunkt legt er auf Impressionisten wie Lovis Corinth und Max Slevogt, mit denen er persönlich bekannt ist. Autographen von Wilhelm Busch erfreuen sich ebenfalls der Wertschätzung Konrad Wredes. Diese stiftet er dem „Wilhelm-Busch-Museum“. Auch als Briefmarkensammler macht sich Wrede einen Namen. Nach seinem Tod ehrt ihn der Landesverband Niedersachsen im „Bund Deutscher Philatelisten“ mit der Vergabe der „Konrad-Wrede-Plakette“.

1947 überzeugt Karl Küthmann, der nach seiner Zwangspensionierung durch die Nazis wieder eingesetzte Direktor des Kestner-Museums, Konrad Wrede, seine Sammlungen und sein Wohnhaus am Dörriesplatz der Stadt Hannover zu schenken. Konrad Wrede stirbt am 21. November 1947 und wird in der Familiengrabstätte auf dem Engesohder Friedhof beigesetzt. Die Grabstätte wird als städtisches Ehrengrab geführt. Konrad Wredes Grabplatte beschreibt sein Lebensmotto: „Sein Herz war offen der Kunst und dem Leben / voll Liebe zum Sammeln / um Andern zu geben.“

Grabstätte Konrad Wrede Fotos: lopo


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